Das Ticketsystem, das Techniker nicht hassen: Warum wir CoreDesk konzipiert haben
Wer im IT-Service, als MSP oder als Freelancer arbeitet, kennt das Problem: Der Werkzeugkasten ist voll, aber keines der Tools redet vernünftig miteinander. Wir jonglieren täglich mit Ticketsystemen, Zeiterfassung und HR-Software. Das Ergebnis? Medienbrüche, Abrechnungsleckagen und eine permanente „Kalender-Schizophrenie“.
Weil wir genau diesen Frust aus unserem eigenen Alltag im Systemhaus und der täglichen Praxis leid waren, haben wir die Initiative ergriffen: Wir haben die Konzeption und das Interface-Design für CoreDesk gestaltet.
Ein Blick hinter die Kulissen, unsere Visionen und die ungeschminkte Wahrheit über die Hürden auf dem Weg.
Unsere Vision: Entwickelt für die Praxis, nicht für die Theorie
Die meisten ERP- und PSA-Systeme auf dem Markt fühlen sich an, als wären sie in sterilen Konferenzräumen am Reißbrett entstanden. Sie sind mächtig, ja – aber sie fordern von Technikern endlose Klicks für eine simple Zeiterfassung und zwingen Teams in starre Workflows, die an der Realität vorbeigehen.
Unsere Vision für CoreDesk war von Tag eins an radikal pragmatisch: Minimalistisches Enterprise-Design gepaart mit kompromissloser Effizienz.
- Der Fokus liegt auf dem „echten“ Arbeitstakt: Techniker springen spontan zwischen Notfällen hin und her. Serviceeinsätze verschieben sich. Ein gutes System muss diese Ausnahmen nativ abfangen, statt den Admin-Aufwand künstlich aufzublähen.
- Keine Silos mehr: Das Ticket-Handling, die Ressourcenplanung (unser interaktives Dispatch Board) und die HR-Personalakten gehören in eine einzige, blitzschnelle Plattform.
Tücken & Hürden: Die Realität beim Software-Design
Ein neues System zu konzipieren klingt auf dem Papier einfach. Die eigentlichen Hürden stecken jedoch im Detail und in der Psychologie der täglichen Nutzung. Bei der Entwicklung der Module standen wir vor echten Herausforderungen:
1. Das „No-Gap“-Prinzip bei der Zeiterfassung
Techniker hassen Zeiterfassung. Wenn das Eintragen einer Leistung länger dauert als die Lösung des Problems selbst, entstehen rote Lücken im System – und damit bares Geld, das am Monatsende nicht abgerechnet wird. Die Hürde war es, eine intuitive Doppelspur-Timeline zu entwerfen, die Lücken visuell so prominent darstellt, dass sie fast schon spielerisch geschlossen werden, bevor der Tag verriegelt werden kann.
2. Der Spagat zwischen Flexibilität und Struktur
Im Team arbeiten Vollzeitkräfte, Teilzeitmitarbeiter und Freelancer mit völlig unterschiedlichen Wochenprofilen. Das HR-Modul und das Dispatch-Board so flexibel zu gestalten, dass Urlaube, Sperrzeiten und freie Kapazitäten kollisionsfrei und übersichtlich in einer Grid-Ansicht verschmelzen, hat uns einige schlafloe Nächte gekostet.
Das Open-Core-Modell: Community vs. Enterprise
Wir glauben fest an Datensouveränität. Deshalb ist CoreDesk als Open-Core-Projekt konzipiert.
- Die Community-Version: Der Kern des Systems (Core) wird zu 100 % Open Source sein. Jedes Systemhaus und jeder Entwickler erhält damit die volle Kontrolle über seine eigenen Daten und die Infrastruktur – ohne Vendor-Lock-in.
- Die Enterprise-Version: Für wachsende Systemhäuser, die erweiterte Management-Funktionen, tiefgreifende Automatisierungen und dedizierten Support benötigen, wird es passgenaue Enterprise-Erweiterungen geben.
Gestalte die Zukunft mit uns: Werde Teil des Projekts!
CoreDesk befindet sich aktuell in der aktiven Entwicklungsphase und wir haben gerade die Closed-Beta-Phase gestartet. Wir wollen diese Software nicht im stillen Kämmerlein fertigstellen, sondern gemeinsam mit der IT-Community wachsen.
Du bist Systemhaus-Inhaber, MSP, Freelancer oder Entwickler und willst den Tool-Wildwuchs endlich stoppen?
- Schau dir die ersten Live-UI-Previews direkt auf getCoreDesk.de an.
- Wenn du aktiv am Projekt mitwirken, Feedback einbringen oder dich für einen der exklusiven Plätze auf der Early-Bird-Warteliste bewerben willst, schreib uns einfach eine E-Mail an: kontakt@getcoredesk.de.
Wir freuen uns auf den Austausch mit dir!
